Die Aufarbeitung der Geschichte

Wir haben noch ein paar Urlaubstage drangehängt. Jetzt folgt die rechnerische und inhaltliche Aufarbeitung der Geschichte, die uns von Oktober bis März beschäftigt hat. Hier wird es noch einige Bilder der Veranstaltung geben, ausserdem weiterführende Hinweise.

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Wir sind vorbei

Die letzten Aperol-Soda sind ausgeschenkt, alle Werke wieder von den Wänden; jetzt haben wir uns erstmal eine Ruhephase verordnet, bevor es an die Dokumentation und Abrechnung geht. Wir blicken zurück auf acht intensive Tage in Kreuzberg und Wedding, auf eine erlesene Gästeschar bei der Ausstellung und auf eine immense Zusammenarbeit aller beteiligten Gruppen. Wir sagen: danke, und werden an dieser Stelle über das weitere Vorgehen berichten.

Einladung zur Ausstellung

Am 27. März 2010 um 14:30 Uhr lädt das Seminar „Politik ist eine Kunst“ zu seiner Ausstellung in das „betahaus“ (Prinzessinnenstraße 19-20, Kreuzberg). Das studentische Projekt will das an der allgemeinen Politikverdrossenheit leidende  Berlin künstlerisch wiederbeleben. Gefördert wird das Seminar unter anderem vom Theodor-Heuss-Kolleg, einem Programm der Robert Bosch Stiftung und des MitOst e.V. sowie der Landeszentrale für politische Bildungsarbeit Berlin.

MLPD leider nicht dabei

Gerade hat uns die Antwort der Marxistisch-Leninistischen Partei Deutschlands auf unsere Emailanfrage vom 16. März erreicht. Sie möchten uns gerne ihre Wahlplakate zur Verfügung stellen. Aber:

„Allerdings können wir Ihnen die Plakate nur in DIN A4 Form schicken. Denn die DIN A1 Plakate – wie sie im Wahlkampf verwendet wurden – sind bei den verantwortlichen Ortsgruppen der MLPD zur Aufbewahrung. Außerdem wäre die Verschickung dieser großen Formate auch zu teuer. Denn die MLPD ist eine Arbeiterpartei, die ihre Arbeit nur durch Spenden und Beiträge ihrer Freunde und Mitglieder finanziert. Anders als die bürgerlichen Parteien, die ihre Hochglanzbroschüren ungefragt mit unseren Steuergeldern zahlen.“

Schade nur, dass sie so spät reagiert haben. Ihre Produktionen hätten mit ihrer kleinformatigen Sachlichkeit einen guten Kontrast zu den riesengrossen Bildern der anderen Parteien herzustellen vermocht.

PieK kann gehen…

…jetzt probieren wir mal die ersten Sprünge.

Schopenhauer sagt: Die Kunst ist da, um das Problem des Daseins zu lösen.

Ein Problem des Daseins ist zum Beispiel der Appetit.

Nietzsche sagt: Es existiert ein Hoheitsrecht des Schaffenden.

Beuys sagt: Ich fange erst an zu arbeiten, wenn das bei mir unvermeidlich ist.

Wir sind fast da

Die letzten Wahlplakate der Parteien, die wir geordert haben, treffen in unserem Briefkasten ein. Die Teilnehmerliste liegt ausgedruckt auf dem Stapel mit Flipchartpapier, Markern und Unterlagen, mit denen wir am Samstag ins betahaus fahren. 50 Kg Gips, 100 Blatt Zeichenpapier und Acrylfarben sind fürs erste gesichert. Der Frühling ist auch wie bestellt schon da.

Liebling-Cover November/Dezember 2008

the happening world

Jetzt, wo unser kleines Frühlingsseminar „PieK“ etwas Aufmerksamkeit geweckt hat, springen uns renommierte Institutionen in ganz Berlin ganz unverhofft mit thematisch ähnlichgearteten Beiträgen zur Seite. Und weil wir auch eine Plattform zum Vernetzen sein bzw. unseren Lesern kulturelle Events der ersten Güteklasse nicht vorenthalten wollen, machen wir hier gerne Werbung:

  • Die ultra-intensive Hamlet-Inszenierung von Thomas Ostermaier wird in der Schaubühne am 19., 20. und 21. aufgeführt. Wie künstlerisch die Dänenpolitik sein kann, lässt sich dort hervorragend (und während 150 Minuten!) beobachten.
  • Motor City Drum Ensemble aus Stuttgart spielt am 19.3. in der Arena. Ob der Kollege am Folgetag rechtzeitig vor Seminarbeginn um 10 Uhr endet, konnte noch nicht in Erfahrung gebracht werden.

  • Der Pennymarkt an der Prenzlauer Allee gewährt am 20.3. die Mehrwertsteuer auf alle nicht-reduzierten Artikel.
  • UPDATE: Seit kurzem steht nun auch das Programm des „Brimboria“-Kongresses fest, der vom 16. bis 18. April in Leipzig stattfindet. Warum das wohl ausgerechnet kurz nach unserer Programmvorstellung erschien? Wir wollen nicht so weit gehen, den Kollegen Plagiarismus (ihr Eröffnungspodium: „Zum Verhältnis von Kunst und Politik“) vorzuwerfen, und immerhin steht ihre Veranstaltung unter dem Motto „Fake“. Wir möchten es allerdings auch nicht versäumen, der Subversivität zugeneigte Personen auf diesen Kongress aufmersam zu machen.